YOGA-SERIE (3) Zehn Übungen für die Zeit zuhause – heute: herabschauender Hund

VON SARAH NEUMEYER 

Kassel / Northeim – Daheim aktiv bleiben. Mit Yoga beweglicher und kräftiger werden, das Immunsystem und die Lunge stärken. Zusammen mit den Lehrern des HNA-Yogasommers stellen wir Ihnen in dieser Serie zehn Yoga-Übungen vor – für Anfänger wie Fortgeschrittene.

Jede Haltung kann einzeln für sich geübt werden oder in einer Kombination. Am Ende entsteht ein von Lehrerin Claudia Grünert aus Kassel zusammengestellter Zyklus mit insgesamt zehn Teilen von der Auftakt- bis zur Schlussentspannung.

Im dritten Teil geht es heute um den herabschauenden Hund:

Der Hund

Und zwar der Herabschauende. Der Hund schaut auch herauf. Doch dazu demnächst mehr. Angelehnt ist die Übung an einen Hund, der die Vorderläufe weit von sich streckt und das Hinterteil dabei nach oben schiebt. Der Mensch sieht ebenfalls aus wie ein umgedrehtes V.

Das Ziel

Im Yoga ist der herabschauende Hund eine Ruheposition. Zugleich ist sie energiebringend. Denn der Brustkorb wird geöffnet, der Körper kann besser Luft holen, bekommt so mehr Energie. Der herabschauende Hund hilft gegen Kopfschmerzen, lindert Rückenschmerzen, streckt die Oberschenkel-Rückseite und stärkt Arme, Handgelenke und den unteren Rücken.

Die Ausführung

Los geht es im Vierfüßlerstand. Die Handgelenke stehen unter den Schultergelenken, die Knie unter den Hüftknochen. Stellen Sie die Zehenspitzen auf und schieben Sie mit der nächsten Ausatmung das Gesäß gen Decke oder Himmel. Strecken Sie die Arme und pressen Sie mit den Handgelenken in den Boden hinein und drücken sich ab. Achten Sie darauf, dass die Finger wie bei einem Gecko aufgefächert sind und fest auf der Matte aufliegen, Daumen und Zeigefinger bilden ein L. Handballen und Fingerkuppen entlasten das Handgelenk. Die Schulterblätter ziehen sich zueinander, das Schlüsselbein öffnet sich, die Oberarme rotieren nach außen, die Unterarme nach innen. Die Ohren sind mit den Ellbogen in einer Linie, der Kopf ist zwischen den Armen, der Blick geht Richtung Matte. Die Fersen nun langsam Richtung Mattenboden bewegen. Anfänger sollten die Knie beugen. Bringen Sie Länge in den Rücken, ziehen Sie die Wirbelsäule auseinander. Achten Sie darauf, keinen Rundrücken zu machen. Bewegen Sie zum Aufwärmen die Fersen gleichzeitig auf und ab und bringen Sie sie dann gleichzeitig zum Boden. Wichtig: Leiden Sie unter Bluthochdruck, unter dem Karpaltunnelsyndrom oder befinden sich im letzten Trimester der Schwangerschaft, ist diese Übung für Sie nicht geeignet.

Die Dauer

Verweilen Sie zehn Atemzüge in dieser Haltung. Wer mit Yoga anfängt, wird schnell merken: Wer die Übung regelmäßig ausführt, baut Stärke auf.

 

» Nächste Folge: heraufschauender Hund

Wie ein umgedrehtes V: Claudia Grünert zeigt, wie der herabschauende Hund korrekt ausgeführt wird.

Videos mit Yogaübungen finden Sie unter diesem Link zu.hna.de/yogasommer20

 

Foto: Andreas Fischer

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